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Belastete Bausubstanz wir abgerissen.

Stadt Coswig (Anhalt)

Belastete Bausubstanz wir abgerissen.

Durch einen Vertrag zwischen der Landesanstalt für Altlastenfreistellung, der Real Bau Dessau GmbH und dem Landkreis Anhalt-Zerbst wurde beschlossen, die kontaminierte Bausubstanz der Farbenfabrik (Elbstraße) abzureissen. Mit dieser öffentlich-rechtlichen Vereinbarung und der damit verbundenen finanziellen Förderung im Umfang von 2 Millionen Euro kann nunmehr, 14 Jahre nach der Wiedervereinigung, das kontaminierte Werk abgerissen werden. Damit wird nich nur ein Schandfleck beseitigt, sondern gleichzeitig ein Gewerbegebiet und eine Marina geschaffen. Damit verbunden ist die Schaffung von Arbeitsplätzen durch die nun möglichen kommunalen und privaten Investitonen.

Vertrag ebnet Weg von alter Industriebrache zur Marina.
Abriss kontaminierter Bausubstanz alter Coswiger Farbenfabrik beginnt.

ImageCoswig/MZ. Am 9. Februar wurde in Zerbst der öffentlich-rechtliche Vertrag zur Altlastensanierung der ehemaligen Farbenwerke sowie von Teilbereichen des Ziekoer Baches in Coswig (Anhalt) unterzeichnet. Den Vertrag besiegelten die Landesanstalt für Altlastenfreistellung, vertreten durch den Geschäftsführer Martin Keil, für die Real Bau Dessau GmbH Geschäftsführer Karl Wilhelm Geissel und für den Landkreis Anhalt-Zerbst Landrat Holger Hövelmann.
Nach umfangreichen Verhandlungen kann nunmehr im Frühjahr die Altlastensanierung durch die Real Bau Dessau GmbH beginnen - heißt es in einer Presseinformation der Stadtverwaltung Coswig. Die Altlastensanierung umfasst den Teilabriss kontaminierter Bausubstanz der Farbenfabrik sowie die Sanierung belasteter Bodenbereiche.

Am Standort wurden von 1968 bis 1990 Pigmente und Farbstoffe auf Basis von Zinkchromat produziert. Das verursachte erhebliche Kontamination des Bodens, des Grundwassers und der Gebäude. Der Vertrag regelt die notwendigen Sanierungsmaßnahmen. Von der Landesanstalt werden zwei Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Zeitgleich hat die Stadt Coswig ein Bebauungsplanverfahren eingeleitet. Geplant ist die Ausweisung eines Misch- und eingeschränkten Gewerbegebietes, sowie die Schaffung einer Marina am Elbufer. Das Gebiet umfasst die ehemaligen Farbenwerke, die Elbanlegestelle, Teilbereiche der Elbe und den Ortseingangsbereich zwischen der B 187, der Elbstraße und dem Ziekoer Bach. Die Entwicklung der Marina übernimmt die Stadt im Rahmen der Landesinitiative "Blaues Band". Vorgesehen sind die Errichtung eines Bootsanlegers eines Servicegebäudes sowie Funktions- und Freiflächen.

Mit dem am 9. Februar diesen Jahres unterzeichneten Vertrag und dem ausgereichten Fördermittelbescheid zur Realisierung der Marina werden wichtige Voraussetzungen geschaffen, um kommunale und private Investitionen auf den Weg bringen zu können, heißt es weiter. Unter Einbeziehung der Mittel zur Altlastensanierung würden damit in den nächsten drei Jahren Investitionen für insgesamt rund fünf Millionen Euro angeschoben.

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